Sie

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Spiele Majora’s Mask
Lebensräume Romani-Ranch
Schwächen Bogen

Als „Sie“ bezeichnet Romani in Majora’s Mask eine Gruppe von Geistern, welche die Romani-Ranch heimsuchen. Laut Romani erscheinen sie jedes Jahr, sobald der Karneval der Zeit näher rückt, in großer Zahl. Sie kommen in einer leuchtenden Kugel, die sie auf der Erde absetzt, und begeben sich zur Scheune, wo sie die dort untergebrachten Kühe entführen.

Diese Geister besitzen einen violetten Körper mit schirmförmigem Kopf und einem kolbenförmigen Rumpf, der etwas größer als Link ist. Zwei dünne Arme mit leuchtenden Krallenhänden entspringen aus ihrer Seite. Die schwarzen Augen leuchten in der Mitte ebenfalls, wobei sie ein starkes Licht, wie von einem Scheinwerfer, abgeben. Ansonsten verfügen sie über keine sichtbaren Organe. Sie bewegen sich fort, indem sie über den Boden schweben. Alle Exemplare sehen gleich aus.

Ihr Ursprung ist unbekannt und wird im Spiel nicht geklärt.

Rolle im Spiel[Bearbeiten]

„Sie“ greifen die Romani-Ranch in der Nacht des ersten Tages um etwa 2 Uhr an, um die Kühe aus der Scheune zu entführen. Da der Eingang der Ranch von einem Fels blockiert wurde, kann Link sich dem Treiben erst entgegenstellen, wenn er nach Abschluss des Pic Hibernia Tempels bei Medigoron im Goronendorf die Erlaubnis zum Kauf von Pulverfässern erhalten hat. Ansonsten kann ein Arbeiter den Stein erst am Anfang des dritten Tages beseitigen und ihm den Zutritt ermöglichen, was jedoch viel zu spät ist. In diesem Fall hat der Angriff bereits stattgefunden und Link kann auf der Ranch lediglich eine verwirrte Romani und ihre von Schuldgefühlen geplagte Schwester Cremia vorfinden.
Schafft Link es, vor der Nacht des ersten Tages auf der Ranch zu erscheinen, erzählt Romani ihm die Geschichte der Geister, die jedes Jahr um die Karnevalszeit kämen, um die Kühe zu entführen. Ihre Schwester würde ihr nicht glauben, doch sie müsse die Kühe beschützen, weshalb sie mit einem Bogen bereits Schussübungen auf Attrappen der Geister macht.
Willigt Link ein, Romani zu helfen, kann er zunächst eine Schussübung absolvieren, wobei er gleichzeitig wieder die Möglichkeit bekommt, sein Pferd Epona zu rufen. Nach der Übung bittet Romani Link, um 2 Uhr nachts vor der Ranch zu erscheinen, um ihr zu helfen, den Angriff abzuwehren.

Wenn Link um 2 Uhr wie abgesprochen bei der Ranch erscheint, sieht er, wie Romani aus dem Haus herauskommt und in die Scheune geht. Kurz darauf, um 2:30 Uhr, erscheint die leuchtende Kugel, die mehrere Geister in einiger Entfernung vor der Scheune absetzt, welche sich daraufhin langsam auf die Scheune zuzubewegen beginnen.

Falls Link Erfolg hat und die Wesen abwehren kann, erhält er von Romani eine Flasche mit Milch. Außerdem hat er die Möglichkeit, am selben Tag Cremias Milchtransport in die Stadt zu eskortieren. Absolviert er auch diese Mission erfolgreich, erhält er Romanis Maske.
Wenn er versagt, entführen die Wesen die Kühe mitsamt Romani. Am nächsten Tag kann Link die verzweifelte Cremia in der Scheune finden, die über den Verlust der Kühe klagt und sich über Romanis Verbleib sorgt. Diese taucht erst am dritten Tag wieder auf, wo sie verwirrt auf der Kiste vor der Scheune sitzt und sich an nichts erinnern kann. Genauso findet Link sie auch vor, wenn er erst am dritten Tag zur Ranch geht.

Kampf[Bearbeiten]

„Sie“ verwenden selbst keinerlei Waffen und ignorieren Link komplett. Überhaupt attackieren sie während der gesamten Sequenz nichts und niemanden. Allerdings sind sie gegen Schwertangriffe immun und verursachen ein viertelstes Herz Schaden, wenn Link sie berührt. Auch Bomben und der Fanghaken haben keinen Effekt. Nur Pfeile können die Kreaturen verwunden, wobei ein Pfeil zur Zerstörung bereits genügt. Die Geister erscheinen immer wieder und versuchen, zur Scheune zu gelangen. Gelingt ihnen das, ist der Kampf verloren. Kann Link sie bis zum Sonnenaufgang, zwischen 5 und 6 Uhr, von der Scheune fernhalten, werden alle zu dem Zeitpunkt verbliebenen Gegner zerstört und die Lichtkugel, die „Sie“ transportiert hat, fliegt rasch davon. Damit wurde der Angriff erfolgreich abgewehrt. Romani positioniert sich vor dem Kampf in der Scheune, bei den Kühen, sodass Link draußen auf sich allein gestellt ist.

Link kann zur Verteidigung, wie im Training, mit Epona über die Ranch reiten und „Sie“ einzeln mit Pfeilen vernichten. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass er sich zu weit von der Ranch entfernt und den Überblick über die Situation verliert. Die Alternative besteht darin, sich an einem Punkt nahe der Scheune zu positionieren und die näherkommenden Kreaturen mit Pfeilen zu treffen, bevor sie zu nahe kommen. Die Wesen sind durch ihre scheinwerferartigen Augen, deren Licht zusätzlich in ringförmige Projektionen gespalten wird, leicht zu entdecken. Wenn sie getroffen werden, vergehen die Kreaturen in einer Rauchwolke.

Die Geister greifen überwiegend von vorne und der Seite an, allerdings schweben vereinzelt auch einige von hinten rechts an die Scheune heran. Da diese leicht übersehen werden können, ist es hilfreich, auf den Hund zu achten, der sich ebenfalls am Kampfplatz aufhält und stets in die Richtung der Kreatur rennt, die der Scheune am nächsten ist. Es ist auch nützlich, sich die Karte der Ranch von Tingle zu kaufen, da die Geister als Punkte darauf zu sehen sind.

Im Laufe des Kampfes teleportieren sich von hinten immer weitere Geister heran. Pfeilnachschub kann sich Link manchmal von den besiegten Gegnern holen oder wenn er die Kisten zerstört, die um die Scheune herum stehen.

Link hat die Möglichkeit, die Ballade des Kronos zu spielen, um die Zeit zu verlangsamen. Dadurch werden auch die Bewegungen der Geister verlangsamt, allerdings dauert die Verteidigung der Ranch dann auch entsprechend länger. Dies ist ein Unikum im Spiel, da sich die Ballade des Kronos ansonsten nie auf die Bewegungen von Gegnern auswirkt. Alternativ können natürlich auch die Hasenohren eingesetzt werden, um schneller zu werden.

Falls auch nur einer der Geister erfolgreich in die Scheune eindringen kann, sieht man in einer Filmsequenz, wie die Leuchtkugel das Dach der Scheune sprengt und einen Teleporterstrahl herabsendet. „Sie“ schweben zusammen mit allen Kühen und der schreienden Romani daran hinauf. Anschließend verschwindet die Kugel.
Um einen neuen Versuch zu starten, muss Link erst wieder in der Zeit zurückreisen, um dann am ersten Tag erneut die Ranch verteidigen zu können.

Trivia[Bearbeiten]

  • Bevor man gegen „Sie“ gekämpft hat, kann man einen orangefarbenen Punkt am Nachthimmel sehen. Dieser verschwindet, sobald man „Sie“ besiegt hat.
  • In der ursprünglichen Version von Majora’s Mask für das Nintendo 64 wird nur einmal erwähnt, dass es sich bei den Wesen um Geister handelt. Das ist offenbar vielen entgangen, denn die Wesen werden von Fans oft als Außerirdische angesehen, was tatsächlich gut zu ihrem Aussehen, der fliegenden Lichtkugel die vom Himmel kommt und dem Entführen von Kühen passt. Der englische Strategy Guide listet die Wesen als „alien ghosts“, was man mit „außerirdische Geister“ übersetzen könnte. Aber anders als im Deutschen, bedeutet das Wort alien im Englischen nicht zwangsläufig „außerirdisch“, sondern kann auch nur „fremdartig“ heißen.


„Sie“ in anderen Sprachen
Sprache Name Bedeutung
Japanisch あいつら (aitsura)
オバケ (obake)
Sie
Geister
Englisch They
ghosts
Sie
Geister