Oracle-Spiele

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Unter den so genannten Oracle-Spielen versteht man Oracle of Seasons und Oracle of Ages. Bei diesen handelt es sich um zwei Game Boy Color-Titel, die von Capcom entwickelt und von Nintendo vertrieben wurden und beide zeitgleich im Jahr 2001 erschienen.
Die Spiele verwenden dieselbe Grafik, die an die des 1993 erschienenen Link’s Awakening erinnert und haben einige Spiel-Elemente gemein, wie die Begleiter, Ringe oder Mystische Kerne. Auch die Geschichten ähneln sich, grob betrachtet, da Link in beiden Spielen vom Triforce in je ein Land geschickt wird um dort entweder Din, das Orakel der Jahreszeiten, oder Nayru, das Orakel der Zeiten, zu retten. Zudem gibt es eine besondere Funktion namens Link-System, mittels der man beide Spiele miteinander verbinden kann. Dadurch wird ein Spiel zum Link-Spiel, das heißt zur Fortsetzung des jeweils anderen Titels und erhält dadurch einen zusätzlichen Endgegner. Außerdem kann man in so einem verbundenen Spiel Passwörter erfahren und mit diesen zusätzliche Gegenstände erhalten.
Da die Spiele zwar verbunden werden können, dies aber nicht zwingenderweise nötig ist, wurden die Teile einzeln verkauft, sodass es möglich war, auch nur einen der beiden Teile zu spielen.

Die Spiele verkauften sich zusammen rund vier Millionen mal.

Begleiter[Bearbeiten]

Um seine Aufgabe zu erfüllen, stehen Link drei Gehilfen zur Seite: das Känguru Ricky, der Bär Benny und der Dodongo Dimitri. Mithilfe der jeweiligen Flöte steht dem Helden einer der drei sogar dauerhaft als Begleiter zur Verfügung.

Eine Landschaft hängt davon ab, welchen von den Dreien man als Begleiter erhält. Diese Landschaft ist in Oracle of Seasons die Natzu-Gegenden und in Oracle of Ages die Nuun-Hochebene.

Neue gemeinsame Gegenstände[Bearbeiten]

Neben den bekannten Waffen und Gegenständen, die auch in anderen Spielen auftauchen, gibt es hier einige neue. Folgende Gegenstände sind in beiden Oracle-Spielen vorhanden:

Gasha-Kerne[Bearbeiten]

Gasha-Kern können in weiche Erde eingepflanzt werden, wodurch nach einiger Zeit ein Baum an der Stelle wächst, der eine Nuss trägt. Diese Nüsse enthalten unterschiedliche Gegenstände wie zum Beispiel Herzen oder Rubine.

Mystische Kerne[Bearbeiten]

Es gibt fünf unterschiedliche Mystische Kerne, die im Saatbeutel aufbewahrt und in Oracle of Seasons mit der Schleuder, in Oracle of Ages aber mit dem Blasrohr verschossen werden können. Dienen sie nicht als Munition, wirken die einzelnen Kerne völlig unterschiedlich.

Ringe[Bearbeiten]

Es gibt eine große Anzahl an Ringen, die Link von Nutzen sein können. So können sie beispielsweise bewirken, dass seine Waffen größeren Schaden anrichten oder er selbst bei einem Angriff weniger Herzen verliert.

Gemeinsame Handlung[Bearbeiten]

Ein Element der Oracle-Spiele ist die Verknüpfung der Geschichten beider Titel. Man kann jedes der zwei Spiele unabhängig von dem anderen beginnen, aber man kann nach Abschließen von einem Teil den anderen als Fortsetzung starten, sodass sich die Spiele aufeinander auswirken.

Beim Durchspielen eines der beiden Teile erhält man ein 20-stelliges Passwort, das Labrynna- oder Holodrum-Geheimnis genannt wird. Dieses kann man zu Beginn des anderen Teils eingeben, und so das Abenteuer mit dem alten Spielstand in der anderen Welt fortsetzen. Ein auf diese Weise gestartetes Spiel weist einige Veränderungen gegenüber dem normalen Spiel auf und ist durch weitere Geheimnisse weiterhin mit dem ersten Spiel verbunden.

Im Labrynna-, beziehungsweise Holodrum-Geheimnis sind der Name des Spielers, sein Begleiter und der Name von Florians und Florissas Kind des abgeschlossenen Spiels enthalten. Außerdem startet man das Spiel mit vier statt normalerweise drei Herzcontainern und dem Holzschwert. Die Heroenhöhle ist deshalb in Oracle of Season verändert und in Oracle of Ages ist sie als neuer Ort hinzugefügt.

Zu den Veränderungen in einem mit einem Geheimnis gestarteten Spiel gehören

  • in Oracle of Ages: die zusätzliche Begegnung mit Vire in Ambis Turm in der Gegenwart und das Treffen mit Rosa.
  • in Oracle of Seasons: die zusätzliche Begegnung mit dem Großen Moblin in Nord-Horon und die Begegnungen mit Königin Ambi.

Weitere Veränderungen beziehen sich auf Figuren, die dem Spieler ein Geheimnis überreichen, das der Spieler im ersten Spiel eingeben kann, wodurch er dort eine Belohnung und ein neues Geheimnis für das zweite Spiel erhält, mit dem er dort ebenfalls eine Belohnung erhalten kann.

Zusätzlich wird die Handlung um einen zusätzlichen Strang erweitert. So erfährt der Spieler, dass die Hauptantagonisten der beiden Teile, die Zauberin Veran und General Onox, in Wahrheit dem Hexen-Duo Twinrova dienten, die das Ziel haben, Ganon, den König der Dämonen zu erwecken. Auch Prinzessin Zelda taucht nur in einem Link-Spiel auf. Welches der beiden Spiele dabei zuerst gespielt wird, ist egal. Diese Zusatzhandlung ist in beiden Teilen identisch und wird an dasjenige Spiel angehängt, das der Spieler als zweites beginnt. Nach dem Sieg über Onox, beziehungsweise Veran, gibt es in einem mit einem Geheimnis gestarteten Spiel ein Portal neben dem Maku-Baum, das einen zur Zeremonienhalle bringt, wo man auf Twinrova und Ganon trifft.

Trivia[Bearbeiten]

  • Zu Beginn der Planungen waren sogar drei Teile vorgesehen, doch aufgrund technischer Schwierigkeiten wurde dies verworfen.
  • Im April 2008 wurde als Aprilscherz das angebliche komplette Kartenmaterial eines dritten Spiels online gestellt, welches damals als Oracle of Hours betitelt wurde. Es stellte sich heraus, dass die Karten sowie sämtliche Namen von Fans erdacht worden waren. Ursprung des Aprilscherzes ist offenbar die Seite vgmaps.com.